Montage einer Photovoltaikanlage (auf dem Dach)
Nicht wenige Haushalte in Deutschland haben ihre Umweltfreundlichkeit und häusliche Energieeffizienz durch
Photovoltaikanlagen auf dem Dach verbessert. Noch immer werden solche Anlagen subventioniert (auch wenn seit
Juli 2010 nicht mehr ganz so stark), sodass die Anschaffung - sachgerechte Montage und qualitative Anlage
vorausgesetzt - immer noch sehr attraktiv ist.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Zunächst einmal bedarf es bisweilen einer Genehmigung, um eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung nutzen zu dürfen.
Diese holt man sich beim zuständigen Bauordnungsamt. Die relevante Gesetzgebung kann in den Bundesländern unterschiedlich
sein. Ein Hindernis ist in aller Regel der Denkmalschutz (z.B. Fachwerkhäuser). Ansonsten sind Photovoltaikanlagen
weitgehend genehmigungsfrei, wenn sie an der Fassade (Info Klinker Verblender Fassade ),
auf einem Flachdach oder eingelassen in die Dachfläche installiert werden. Wird eine Photovoltaikanlage jedoch auf dem Dach mit
Neigung gebaut und springt somit aus dem Gebäude hervor, kann unter Umständen eine Genehmigung einzuholen sein.
Für die Befestigung der Photovoltaikelemente werden Bänder aus Edelstahl verwendet, welche eine optimale Montage an der
Konstruktion des Daches gewährleisten. Die entsprechenden Sensoren müssen mit Gummiabschnitten von einem Gartenschlauch
gegen Umwelteinflüsse geschützt werden. Nun erfolgt das Abdecken der Einheiten mit den Lüfterpfannen. Danach kann die
Verbindung der Pumpen der Photovoltaikanlage mit den Kollektoren auf dem Dach vorgenommen werden.
Bauliche Rahmenbedingungen
Eine Photovoltaikanlage bringt auf jeden Fall zusätzliches Gewicht aufs Dach. Man sollte also wissen, für wie viel Gewicht
der Dachstuhl (Info Dachstuhl und
Hersteller Dachstühle ) ausgelegt ist. Dabei sollte eine Photovoltaikanlage nicht mehr als 15% dieses Gewichts
für sich beanspruchen. Ein Quadratmeter wiegt in etwa 25 Kilogramm. Eine große Neigung des Dachs bringt zwar den Vorteil,
dass im Winter Schnee relativ rasch von den Anlagen abrutscht und diese dadurch in ihrer Arbeit weniger beeinträchtigt
werden (was auch so sein sollte). Allerdings muss man bei hohem Neigungswinkel des Dachs auch bedenken, dass das Gewicht
der Anlage dann buchstäblich schwerer ins Gewicht fällt. Eine Prüfung der Dachstatik im Vorfeld ist unter solchen Umständen
zu empfehlen. Ebenso wenn tendenziell mit gewisser Regelmäßigkeit starke Winde gegeben sind.
Nach Möglichkeit sollte eine Montage auf einem nach Süden ausgerichteten Dach realisiert werden, da dies in unseren Breiten
die effektivste Sonnenbestrahlung mit sich bringt. Eine Dachneigung um die 45 Grad gilt als empfehlenswert.
Montage
Die Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ist nicht sehr kompliziert, sollte aber mit größter Sorgfalt erfolgen.
Immerhin halten diese Anlagen etwa 25 Jahre lang. Um dies auszuschöpfen sollte natürlich auch eine entsprechend
grundsolide Montage zugrunde liegen. Auf einer Unterkonstruktion werden die Module auf dem Dach verankert. Der
Abstand zum Dach beträgt nur wenige Zentimeter, um Winden nur wenig Angriffsfläche von unten zu bieten. Sind einige
Bedingungen dabei erfüllt (tendenziell südliche Ausrichtung; Neigung nicht weniger als 10 aber auch nicht mehr als 50
Grad), dann kann man mit einer Nutzungseffizienz von 95% des durch die Module produzierten Stroms rechnen.
Wer handwerklich beschlagen ist und die nötige Sorgfalt walten lässt, kann die Montage selbst vornehmen.
Ansonsten sollte man diese Angelegenheit Fachleuten überlassen.